(Kein) Klimaschutz in der industriellen Produktion am Beispiel der Herstellung von Kalidünger – Ein Beitrag zur Klimastreikwoche der Universität Kassel

Hundert Jahre Werraversalzung und hundert Jahre Kaliforschung – warum sich die Qualität der versalzenen Gewässer trotzdem nicht verbessert, Teil III

Wenn es um die Werraversalzung geht, dann betrachtet man übli­cherweise nur diejenigen Aspekte, mit denen die geschädigten An­rainer ihre Interessen vor Gericht geltend machen können. Das sind z.B. die Vernichtung der Süßwasser-Lebensgemeinschaft in der Wer­ra, die Vernichtung von Trinkwasservorkommen und die Alt­lasten der Rückstandshalden sowie der in den Untergrund ver­pressten Abwässer. Energieverbrauch und Klimaschutz sind bislang nicht thematisiert worden. Moderne Technik kann inzwischen den Energiever­brauch senken, Umweltschäden vermeiden und die Nachhaltigkeit verbessern – man muss sie nur anwenden.

von Walter Hölzel

Zusammenfassung – Potentiale zum Klimaschutz liegen brach

Die K-UTEC AG, ein international tätiger Salz- und Bergwerksspezialist, hatte drei Verfahrenskombina­tione­n für eine ab­stoßfreie Kali­produktion der K+S-Werke im Werrare­vier entwickelt und diese 2014 vorgeschlagen. Ihre technische und wirtschaftliche Mach­barkeit hat das Umwelt­bundesamt bestätigt. Die abstoßfreie Kaliproduktion kann CO2-neutral geführt werden. Die Stadt­werke-Union-Nordhessen (SUN) und der nord­ame­ri­kanische Konzern General Electric Company (GE) ha­tten der K+S AG angeboten, die Ab­wässer des Kaliherstellers in Dienst­leis­tung aufzu­arbeiten. Dazu sollten die Verfahren der K-UTEC AG einge­s­etzt und Überschussenergie aus Wind- und Son­nenenergie­anlagen genutzt werden. Die K+S AG hat bis heute alle Vorschläge abgelehnt. Stattdessen will das Unter­nehmen das Ablagern von Salz­rückständen sowie die Verklappung und das Versickernlassen von Abwäs­sern fortsetzen. Hier liegen erhebliche Potentiale zum Klimaschutz brach.

Die Situation

Nur etwa 20% der im Werrarevier abgebauten Rohsalze werden von dem Kalihersteller K+S als Wertstoffe genutzt, 80% werden in Form von flüssigen und festen Salzabfällen an die Umwelt abgestoßen. Sie enthalten überwiegend Natriumchlorid, aber auch Chloride und Sulfate des Kaliums und Magnesiums sowie Bromide. Weiterhin sind Produktionshilfsstoffe wie Tenside und andere polare organische Verbindungen sowie Schwermetalle enthalten.

Durch die Stilllegung der thüringischen Kalibetriebe wurde der Salzeintrag in die Werra deutlich vermindert. Das hat aber nicht ausgereicht, die ökologische und chemische Qualität der Werra zu verbessern, weil gleichzeitig der Grenzwert für Magnesium erhöht worden ist. Die Werra ist deshalb immer noch in die schlechteste Qualitätsstufe der europäischen Wasserrahmenrichtlinie eingestuft. Im Fluss ist die Süßwasser-Biozönose vernichtet, versickernde Haldenlaugen haben zu einem Eintrag von Schwermetallen in das Grundwasser geführt. Der Vorsorgwert für Blei im Grundwasser ist stellenweise um den Faktor 1000 überschritten. In den Untergrund verpresste Abwässer haben großflächig das Grundwasser versalzen und Trinkwasservorkommen vernichtet.

Alle Entsorgungswege der K+S AG führen in die Werra

Die K+S AG entledigt sich ihrer Salzabfälle auf vier Wegen:

  • Feste Abfälle werden auf Rückstandshalden abgelagert. Diese Halden sollen nach den Vorstellungen des Unternehmens nicht zurückgebaut, sondern noch beträchtlich erweitert und der Nachwelt als Altlast hinterlassen werden. Auf den Halden entstehen durch Abregnen Abwässer („Haldenlaugen“), die vollständig in die Werra geleitet werden. An der Haldenoberfläche reagieren die enthaltenen organischen Produktionshilfsstoffe bei Sonneneinstrahlung mit Bromidradikalen zu bromorganischen Verbindungen wie Bromphenolen. Auch diese Stoffe gelangen mit dem Abwasser in die Werra.
  • Da die Halden nur zur Hälfte eine Basisabdeckung haben, versickert ein Teil der Haldenlaugen in den Untergrund und gelangt in das Grundwasser. Die Möglichkeit einer Haldenabdeckung zur Verminderung der Haldenlaugen hat der Betreiber zwar in Aussicht gestellt, ohne aber Standfestigkeit, Wirksamkeit und wirtschaftliche Machbarkeit nachzuweisen. Dies ist weltweit ohnehin noch nie gelungen (1). Die Halden sollen noch beträchtlich erweitert werden, deshalb wird auch die Menge der Haldenlaugen proportional zunehmen.
  • Ein Teil der Produktionsabwässer wird in den Untergrund verpresst. In der Folge steigen verdrängte natürliche Salzwässer und auch die verpressten Abwässer in die höher gelegenen Grundwasserstockwerke auf und vernichten Trinkwasservorkommen. Insgesamt sind im Werrarevier mehr als eine Milliarde Kubikmeter Abwässer in den Untergrund verpresst worden; sie verbreiten sich unkontrollierbar mit den Grundwasserströmen und gelangen auch als „diffuse Einträge“ in die Werra.
  • Der Rest der Produktionsabwässer, ca. 5 Mio. cbm/Jahr, gelangt nicht auf Umwegen in die Werra, sondern wird direkt in den Fluss geleitet.

Die jetzigen Entsorgungsverfahren sind ineffizient. Sie verschwenden Rohstoffe und vergeuden Energie.

AbfallartMenge/Jahrjährlich an die Umwelt abgestoßene Salze
feste Rückständeca. 16 Mio. Tonnen
Produktionsabwässerca. 4,9 Mio. cbmca. 1,7 Mio. Tonnen
Haldenlaugen ca. 1,9 Mio cbm ca. 0,6 Mio. Tonnen
gesamtca. 6,8 Mio. cbmca. 18 Mio. Tonnen

Tabelle 1: anfallende und an die Umwelt abgestoßene Salzabfälle der K+S AG

Herkunft der SalzabwässerMenge in Mio. cbm/Jahr
Produktion Hattorf3,0
Produktion Wintershall1,9
Halde Hattorf0,7
Halde Wintershall0,5
Halde Neuhof-Ellers0,7
gesamt6,8

Tabelle 2: jährlich anfallende Abwassermengen (2), Folie 3

Neben den beschriebenen ökologischen Folgen der K+S-Entsorgungspraktiken sind weitere schwere Mängel der Verfahren festzustellen:

  • Keines der Entsorgungsverfahren ist geeignet, die Salzabwässer dauerhaft aus der Biosphäre zu entfernen. Auch die in den Untergrund verpressten Produktionsabwässer und die versickerten Haldenlaugen landen letzten Endes in der Werra. Die direkt wahrnehmbaren Folgen werden durch Aufhaldung unf Verpressung lediglich zeitlich verschoben, dafür aber zusätzlich das Grundwasser und die Trinkwasservorräte negativ beeinflusst. Wegen der bekannten Dynamik der Fließgewässer könnte die Werra noch saniert werden, wenn die Salzeinleitung beendet wird. Das versalzene Grundwasser ist jedoch nicht sanierbar.
  • Wegen unzureichender Aufbereitungsverfahren vernichtet das Unternehmen mit den abgestoßenen Abwässern jährlich 1,1 Mio. Tonnen an Wertstoffen. Um diesen Verlust auszugleichen, müssten weitere 7,5 Mio. Tonnen Rohsalze abgebaut, gefördert und unter hohem Energieaufwand aufbereitet werden. Dabei entstünden erneut 1,9 Mio. Tonnen Abfälle/Jahr, die behandelt werden müssten. Das Verfahren ist somit hochgradig ineffizient, sowohl im Hinblick auf Wertstoffverluste als auch in Bezug auf den Energieeinsatz und die ökologische Sinnhaftigkeit.

Alle Verfahren für eine abstoßfreie und CO2-neutrale Produktion stehen bereit, werden aber nicht angewendet

Mit den K+S-Aufbereitungsverfahren können nur ca. 20% der in den Rohsalzen enthaltenen Stoffe verwertet werden. Wenn man auf die Gewinnung von hochreinem Natriumchlorid verzichtet, dann verbleiben also 80% an Rückständen. Es ist aber nicht nötig. sie an die Umwelt abzustoßen, denn geeignete Verfahren für eine abstoßfreie Produktion sind bereits Stand der Technik und sie können klimaneutral ausgeführt werden:

  • Die K-UTEC AG hat 2008 vorgeschlagen, physikalische Trennverfahren künftig schon untertage zu betreiben und die verbleibenden Restsalze sofort in untertägige Hohlräume zu versetzen (3). Damit könnten die Unter­nehmen den Aufwand für die Förderung der Rohsalze und die Ewigkeitslast der Rückstandshalden vermeiden und den Ener­gieverbrauch senken. Im Falle der K+S AG wäre dies die Anlage zur elektrostatischen Abscheidung (ES­TA-Anlage), die untertage er­richtet werden müsste. Tatsächlich hat K+S nach 2008 eine neue ESTA-Anlage ge­baut, den Vorschlag der K-UTEC AG allerdings nicht aufgegriffen. Die zunehmende Menge an Rück­standssalzen und die dadurch bedingte Zunahme der Hal­denlaugen verstellen schon jetzt die Entsorgungsw­ege. Nach unserer Einschätzung ist die Entscheidung für die Fortsetzung des versatzlosen Bergbaus eine Fehlinvestition. Auch die bestehenden Rückstandshalden sind kein unabänderliches Schicksal für das Unternehmen. Sie können durch Rückbau und Versatz in untertägige Hohlräume beseitigt werden (3).
  • 2014 hat die K-UTEC AG auch ein Verfahren für die Aufarbeitung der K+S-Abwässer erarbeitet. Es ermöglicht eine abstoßfreie Produktion und gewinnt jährlich 1.1 Mio. Tonnen an Wertstoffen (2).
  • Die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) und der amerikanische Konzern General Electric Co. (GE) haben 2014 der K+S AG vorgeschlagen, die fraglichen Abwässer in Dienstleistung aufzuarbeiten und dazu die von K-UTEC AG entwickelte Anlage zu bauen. Dazu sollte Überschussenergie aus Wind- und Photovoltaikanlagen verwendet werden, die von der SUN betrieben werden. Damit wären die Anlagen zur Aufarbeitung der Abwässer auch CO2-neutral.

Kaliumsulfat statt Umweltschäden und Klimawandel…

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Die Werra trägt Schwarz

Die hessische Umweltministerin lobt sich selbst und das Wasserforum der Hessischen Landesregierung (am 20.11.2019 in Kassel) ignoriert die Umweltkatastrophe in Werra und Weser.

Das Problem der Kali-Rückstandshalden, Teil VI

von Walter Hölzel

Im salzbelasteten Teil der Werra haben die Abwässer der Kali-Industrie die Süßwasser-Lebensgemeinschaft vernichtet. Der Fluss ist ab der Einleitstelle in die schlechteste Qualitätsstufe der EU-Wasserrahmenrichtlinie eingestuft. Das Gleiche gilt für das Grundwasser im Einflussbereich der Laugenverpressung und der versickernden Haldenlaugen. Wir verdanken es auch der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (B’90/Die Grünen), dass sich daran nichts ändern soll.

Die Salzwässer sind nicht die einzige Belastung des Flusses, aber die ökologische Katastrophe in Werra und Weser wird ausschließlich durch die Abwässer des Kaliherstellers K+S verursacht. Trotzdem wäre es falsch, das Unternehmen als allein schuldig hinzustellen. Natürlich nehmen die Unternehmen alle Vorteile mit, die sie bekommen können – solange man ihnen kein sozialeres Verhalten abverlangt.

Hauptschuldig an der Werraversalzung sind vielmehr die Landesregierungen in Thüringen und Hessen. Die Neuordnung der Kali-Industrie („Kali-Fusion“, (1), (2)) nach der Wiedervereinigung hätte die Gelegenheit geboten, Werra und Weser zu sanieren und ihre Anrainer vor den Entsorgungspraktiken der K+S AG zu schützen. Die technischen Voraussetzungen sind gegeben (3) und Jahresgewinne von mehr als 500 Mio. Euro – selbst in Krisenjahren (4) – machen es möglich, diese Technologien auch anzuwenden. Aber es fehlte der politische Wille und wohl auch die politische Kraft für eine Umweltpolitik, die diesen Namen verdient.

Im Bundesland Hessen würde wohl keine Partei einen Koalitionspartner finden, wenn sie sich für den Werraschutz einsetzte. Es ist deshalb durchaus nachvollziehbar, wenn sich B’90/Die Grünen wegen der Regierungsbeteiligung gegen den Gewässerschutz entschieden haben. Es entlarvt aber die politische Unglaubwürdigkeit einer Partei, die vorgibt, „mit Liebe für die Umwelt“ zu kämpfen (5). Wenn es um die Wurst geht…. (6)

Besonders entlarvend ist es, wenn die bündnisgrüne Umweltministerin im Hinblick auf die Werraversalzung die Desinformation und das Greenwashing der Vorgängerregierungen ungehemmt fortsetzt.

Kein Umweltminister scheint sich dem Willen der Kali-Industrie so tief gebeugt und die Interessen der Anrainer so weitgehend verraten zu haben wie die bündnisgrüne Priska Hinz. In den Koalitionsverhandlungen hatte ihre Partei noch Werraschutz vorgetäuscht: „Die Koalition verfolgt das Ziel, die Belas­tung des Grund­wassers und des Oberflä­chenwassers im Naturraum Wer­ra-Weser durch Salzabwässer dauerhaft zu been­den.“ (Koalitionsvertrag 2014). Gerade wegen der Gewässerpolitik der Ministerin ist mit einer „dauerhaften Beendigung der Belastung“ in den nächsten 2000 Jahren nicht zu rechnen. Das Gegenteil ist zu erwarten, die Werra wird dauerhaft belastet bleiben.

In demselben Jahr 2014 hatte Priska Hinz nämlich mit ihrem „Vierphasenplan“ der K+S AG zugestanden, weiterhin Abwässer in den Untergrund zu verpressen und in die Werra zu leiten sowie die Rückstandshalden erweitern zu dürfen. Und 2015/2016 hat sie bei derAufstellung des Bewirtschaftungsplans 2015-2021 für Werra und Weser weitere vier bündnisgrüne Umweltminister aus den Anrainerländern Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen auf diese Linie verpflichtet.

Seitdem wird Gewässerschutz in der Flussgebietseinheit Weser ersetzt durch Desinformation und Greenwashing (7), (8). Das „Wasserforum“ der Landesregierung in Kassel ist dafür ein weiteres Beispiel.

In der Werra werden die Vorgaben der EU-WRRL nicht umgesetzt …

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Eine praktikable Lösung für die Entsorgungsprobleme des Kaliherstellers K+S war wohl nicht erwünscht

Aktualisiert (15.11.2019): Weitere Kürzung der Produktion, Gewinnwarnung und Kurssturz (1). Trotzdem wäre der Jahresgewinn noch hoch genug, um die von der K-UTEC AG entwickelten Anlagen für eine abstoßfreie Produktion komplett bezahlen zu können.

Hundert Jahre Werraversalzung und hundert Jahre Kaliforschung – warum sich die Qualität der versalzenen Gewässer trotzdem nicht verbessert, Teil II

Die K-UTEC AG in Sondershausen. Im HIntergrund der Förderturm des historischen Petersen-Schachts

von Walter Hölzel

Als die Werra-Weser-Anrainerkonferenz 2007 ihre Arbeit aufgenommen hat, da wurde uns und der Öffentlichkeit von K+S-Vertretern versichert, es gebe keine besseren Verfahren als diejenigen, die das Unternehmen für die Aufbereitung der Kalirohsalze bereits verwendet. Es sei nicht möglich, den Salzabstoß der Kalibetriebe durch andere Verfahren zu vermindern. „Da müssten schon die Naturgesetze geändert werden!“ war die Meinung des damaligen Leiters Forschung und Entwicklung der K+S AG, Prof. Stahl (2).

Die Naturgesetze mussten nicht geändert werden, allenfalls hatten die K+S-Chemiker Anlass, ihre Kenntnisse zu erweitern. Denn die K-UTEC AG, eine international anerkannte Spezialistin für Bergwerks- und Salztechnologie mit Sitz in Sondershausen, hat 2012 ein großtechnisches Verfahren zur Aufarbeitung der wertstoffärmsten K+S-Abwässer vorgelegt. Es ermöglicht eine Gewinn abwerfende Weiterverarbeitung von Haldenlaugen, die nun nicht mehr an die Umwelt abgestoßen werden müssen (3).

Die Ingenieure der K-UTEC AG haben dieses Verfahren weiterentwickelt. Sie konnten schon im Jahre 2013 einen Vorschlag zur Aufarbeitung der gesamten K+S-Abwässer und für die Entsorgung der dann noch verbleibenden und nicht verwertbaren Rückstände vorlegen (4), (5). Die Verfahren würden es der K+S-AG ermöglichen, ihre Produktion in den Werken Werra und Fulda künftig abstoßfrei zu betreiben. Damit würden bislang wiederholt notwendige Produktionsstillstände wegen drohender Überschreitung von Grenzwerten in der Werra der Vergangenheit anbgehören. Zudem hätte das Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission rechtssicher beendet werden können.

Aber merkwürdig: K+S schien es nicht wahrhaben zu wollen, dass mit einer Investition in neue Aufbereitungstechnik Rechtskonflikte und Produktionsengpässe vermeidbar sind. Das Unternehmen (und seine Gutachter und weiteren Helfer) schienen sich alle Mühe zu geben, den K-UTEC-Vorschlag als technisch/wirtschaftlich nicht machbar und als klimapolitisch unverantwortbar darzustellen (6), (7), (8).

Diese Einwände haben zahlreiche Gegenstimmen hervorgerufen und spätestens mit der Stellungnahme des Umweltbundesamts ist klar geworden, dass sie als widerlegt und hinfällig angesehen werden können. D.h., dass eine abstoßfreie Kaliproduktion tatsächlich möglich ist (9), (10), (11), (12).

Die K-UTEC-Verfahren sind Stand der Technik

Was ist nun das Besondere an den Verfahren der K-UTEC AG? Zunächst muss festgehalten werden, dass diese nicht in die laufende Produktion eingreifen. Sie setzen dort an, wo für K+S die Verantwortung zu enden scheint, nämlich am Abwasserrohr, bevor dieses in die Werra oder in den Untergrund führt. Sie können auch in alten Produktionsanlagen eingesetzt werden. Wichtig ist auch, dass es keine unerprobten Verfahren sind, deren technische und wirtschaftliche Machbarkeit erst ermittelt werden müsste. Alle Einzelverfahren des K-UTEC-Vorschlags werden bereits in der Kali-Industrie eingesetzt. Sie sind deshalb Stand der Technik; nicht nur im Sinne einer „bestverfügbaren Technik“, sondern sogar im Sinne der täglichen Praxis. Der Versuch, sie als technisch und wirtschaftlich nicht machbar oder als klimapolitisch untragbar darzustellen, musste schon deshalb scheitern.

Gewinnung von Kaliumsulfat – Ein neues profit center statt Abwasserverklappung

Genau genommen waren es sogar drei Verfahrenskombinationen, die K-UTEC zur freien Auswahl vorgeschlagen hat. Eines der Verfahren, welches auch den Sulfatgehalt der Abwässer nutzt und Kaliumsulfatdünger (SOP) produziert, hat uns besonders überzeugt. Die weitere Entwicklung des Kalimarktes hat gezeigt, dass K+S gut beraten wäre, diesen Vorschlag aufzugreifen.

Das Verfahren ist in wirtschaftlicher Hinsicht überaus lukrativ. Es gewinnt 1,22 Mio. Tonnen Wertstoffe aus 6,8 Mio. Kubikmetern der K+S-Abwässer; davon sind 0,55 Mio. Tonnen Kaliumsulfat. Die Summe der Erlöse beträgt 251,5 Mio. Euro und bei Betriebskosten von 150,3 Mio. Euro verbleibt ein jährlicher Betriebsgewinn von 101,3 Mio. Euro (siehe Anmerkung (5), Folien 17 – 22).

Die Investitionskosten werden (je nach Gutachter) mit 500 bis (allerdings weniger plausibel) 800 Mio. Euro angegeben. Das bedeutet, dass sich die Investitionen innerhalb von 5 bis 8 Jahren durch den Verkauf der gewonnenen Wertstoffe amortisieren und für die restliche Laufzeit der Betriebe Gewinne abwerfen. Bei jetzigen Konzerngewinnen von 500 bis 600 Mio. Euro/Jahr könnte eine derartige Aufarbeitung der K+S-Abwässer mit einem zusätzlichen Jahresgewinn von 100 Mio. Euro ein wichtiges Standbein für das Unternehmen werden.

Anlagen für die Gewinnung von Kaliumsulfat hat die K-UTEC AG inzwischen international realisiert, z.B. gemeinsam mit einem deutschen Anlagenbauer in Australien (13).

Die Entwicklung des Kalimarktes bestätigt die K-UTEC-Vorschläge …

„Eine praktikable Lösung für die Entsorgungsprobleme des Kaliherstellers K+S war wohl nicht erwünscht“ weiterlesen

Aktuell: Die Einlagerung von Industrieabfällen wird zu einem Dauerrisiko

Bild von Elias Sch. auf Pixabay

In der ehemaligen Kaligrube Teutschenthal hat es eine Explosion gegeben, bei der zwei Arbeiter verletzt wurden.

von Walter Hölzel

In der Grube Teutschenthal wird kein Kalibergbau mehr betrieben, sie dient der Einlagerung von giftigen Industrieabfällen wie Filterstaub und Asche. Diese Abfälle werden aus ganz Europa angeworben. Sie dienen angeblich der Stabilisierung des Bergwerks.

Anwohner haben schon früher beklagt, dass aus dem Abwetterschacht der Grube bei Angersdorf übelriechende Gase (Ammoniak) und Filterstäube ausgeblasen worden seien. Als Folge seien gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerz, Übelkeit und Blutungen aufgetreten (1).

Der Ammoniakgeruch könnte darauf hinweisen, dass dort eingelagerte Industrieabfälle mit Wasser in Berührung gekommen sind. Dabei kann auch gasförmiger Wasserstoff entstehen, der mit Luft explosionsfähige Gemische bildet. Die TAZ berichtet, dass auch das zuständige Landesbergamt Wasserstoff als Explosionsursache vermutet (2).

Auch im Werk Werra der K+S AG werden giftige Industrieabfälle aus ganz Europa eingelagert. Auch hier soll der Versatz mit Industrieabfall der Bergsicherheit dienen. So werden aus „Abfällen zur Entsorgung“ dann „Abfälle zur Verwertung“, die mit wesentlich geringeren Umweltauflagen in den Bergwerken deponiert werden können. Ein französisches Verwaltungsgericht hatte allerdings schon 2007 die „Verwertungsfiktion“ angezweifelt und den Export französicher Industrieabfälle für dier „Verwertung“ in deutschen Bergwerken untersagt.

Die K+S AG betreibt in diesem Grubenfeld sogar die weltweit größte Untertagedeponie für „besonders überwachungsbedürftige Abfälle“. Dort hat es 2017 gebrannt, was ebenfalls auf Wasserkontakt zurückgeführt werden könnte.

Alle Grubenteile der hessischen und thüringischen Bergwerke an der Werra sind untereinander verbunden. Es gibt auch offene Verbindungen mit denjenigen Bereichen, in denen K+S Salzabwässer „zwischenlagert“ oder wo Wassereinbrüche stattfinden. Die zuständigen Behörden gehen allerdings davon aus, dass die Verbindungsstollen im Katastrophenfalle abgedichtet wercden können. In der Grube Asse II, dem Endlager für radioaktive Abfälle, ist eine solche Abdichtung offensichtlich nicht gelungen. Dabei hätte es dort wirklich genügend Anlass gegeben, eine eventuell vorhandene sichere Abdichtungstechnik auch anzuwenden.

In der Schweiz ist es nicht erlaubt, Industrieabfälle in Bergwerke einzulagern, denn „jedes Bergwerk wird einmal absaufen“ (3).

Besuchen Sie die Website der „Bürgerinitiative gegen eine Giftmüllregion Halle (Saale) e.V.“ (4).

Anmerkungen:

(1) https://giftmuellregion-halle.de/index.php/home-page/worum-geht-es-hier

(2) https://taz.de/Unglueck-im-frueheren-Kali-Bergwerk/!5639818/

(3)

(4) https://giftmuellregion-halle.de/index.php

Die Umweltministerin sieht sich auf dem richtigen Weg. Aber wohin? Jedenfalls sorgt sie nicht für eine bessere Gewässerqualität.

„Das zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg und sorgen für eine bessere Wasserqualität in Werra und Weser.“ Ministerin Hinz im Juni 2019 (1)

„Die Koalition verfolgt das Ziel, die Belas­tung des Grund­wassers und des Oberflä­chenwassers im Naturraum Wer­ra-Weser durch Salzabwässer dauerhaft zu been­den.“ Koalitionsvertrag 2014 (2)

So sieht die Ministerin ihre Arbeit bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Aber ihr Selbstlob hat keine sachliche Grundlage.

Massenentwicklung des halophilen Darmtangs Enteromorpha intestinalis in der Werra bei Witzenhausen. Er verstopft im Sommer Wehre und Wasserkraftanlagen. Grund für die Massenentwicklung ist der hohe Kaliumgehalt derWerra, bedingt durch die Abwässer der K+S-Betriebe im Werra- und Fuldarevier.
Copyright U. Braukmann

von Walter Hölzel

Zur Information: Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) verlangt von den Mitgliedsstaaten, dass sie die Qualität ihrer Gewässer bis spätestens 2027 verbessern. Sie definiert dazu für die Oberflächengewässer fünf Stufen der ökologischen Qualität, von 1 „Sehr gut“ bis 5 „schlecht“ . Sie können durch Untersuchungen des Ökosystems ziemlich gut überprüft werden. Keine Rolle spielen dabei Grenzwerte für bestimmte Stoffe – jedenfalls dann, wenn die Grenzwerte so hoch liegen, dass eine Verbesserung des ökologischen Zustandes nicht zu erwarten ist. Im Falle der Werra haben die hohen Grenzwerte für Chlorid und insbesondere für Kalium und Magnesium zu einer Vernichtung der Süßwasser-Lebensgemeinschaft geführt.

Die Werra und die Weser sind in die schlechteste Stufe nach der EU-WRRL eingeordnet; bis spätestens 2027 soll aber mit dem „guten ökologischen Zustand“ die zweitbeste Qualitätsstufe als Umweltziel erreicht werden. Dieses Ziel strebt die Ministerin mit ihrem „Vierphasenplan“ noch nicht einmal bis 2075 und darüber hinaus an.

Die „schlechte ökologische Qualität“ der Werra als „Zielwert“ der Ministerin

Vor einer „Verbesserung“ im Sinne der EU-WRRL kann man nach einem Urteil des EuGH nur sprechen, wenn der ökologische Zustand eines Gewässers bei mindestens einer Komponente um mindestens eine Stufe angehoben wird. Auch dies kann der „Vierphasenplan“ nicht erreichen. Deshalb kann man der Ministerin nicht folgen, wenn sie angibt, „für eine bessere Wasserqualität in Werra und Weser“ gesorgt zu haben.

Priska Hinz scheinen die Mängel ihrer Argumentation durchaus bewusst zu sein. Gefragt, an welcher Stelle der Werra sich denn die Qualität des Flusses gebessert habe, weicht sie aus (3). Sie muss bekennen, dass sie und die Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) keine qualitative Verbesserung der Flüsse anstreben, sondern nur noch „Zielwerte“ für bestimmte Schadstoffe.

„Zielwerte“ für Chlorid in mg/Liter nach Angaben der Ministerin und zu erwartende Chloridkonzentrationen in Hann.Münden :

Zeit-
raum
Pegel Gers-
tungen
demnach zu erwartende Chlorid-
konzentration am Messpunkt Blickers-
hausen
jetzt2.3101.200
ab 20211.580800
ab 20271.170600

Aus der Höhe der Grenzwerte lässt sich zweifelsfrei entnehmen, dass die Pläne der Ministerin eine qualitative Verbesserung nicht anstreben; der „gute ökologische Zustand“ eines Gewässers lässt sich nur unterhalb einer Chloridkonzentration von 50 mg/Liter erreichen. Selbst für eine geringfügige Verbesserung müssten Werte von 300 mg/Liter unterschritten werden.

Besonders deutlich wird die Unglaubwürdigkeit der Ministerin, wenn man den besonders kritischen Gehalt an Kalium- und Magnesiumionen betrachtet (wieder in mg/Liter):

Stoff Grenzwert in der
Werra ab 2021
Maximalkonzentration für das
Umweltziel der EU-WRRL
Kalium20020
Magnesium34030

Mit solchen „Zielwerten“ lassen sich die keine qualitativen Verbesserungen und schon gar nicht die Umweltziele der EU-WRRL erreichen. Dazu müssten die Grenzwerte um den Faktor 10 verringert werden. Schweigen wir ganz von der „dauerhaften Beendigung der Belastung durch Salzabwässer“, mit der uns der Koalitionsvertrag in die Irre führen wollte (2). Mit der Verfahrenskombination der K-UTEC AG wäre eine abstoßfreie Produktion und damit auch die in der EU-WRRL vorgeschriebenen Ziele zu erreichen gewesen

Voraussetzungen für abweichende Umweltziele sind nicht erfüllt

Ministerin Hinz sieht sich mit ihrer „Zielwertkonstruktion“ im Einklang mit der Wasserrahmenrichtlinie, weil sie nämlich „abweichende Umweltziele“ darstellten. Das ist ein Irrtum. Die EU-WRRL verwendet zwar auch den Begriff der „abweichenden Umweltziele“, von den ihren Qualitätszielen darf aber nur unter bestimmten Voraussetzungen abgewichen werden. Im Falle der Werra-Weser-Versalzung sind sie nicht erfüllt. So müsste es z.B. grundsätzlich unmöglich sein, in Werra und Weser ein Qualitätsziel der EU-WRRL zu erreichen. Die WWA konnte aber schon 2014 nachweisen, dass es möglich gewesen wäre, in der Werra den „guten ökologischen Zustand“ bis 2027 zu erreichen (4). Das Unternehmen K+S war dazu allerdings nicht bereit und die Beörden haben das Unternehmen nicht dazu verpflichtet.

Andererseits reicht noch nicht einmal eine schlechte wirtschaftliche Situation eines verschmutzenden Unternehmens aus, um abweichende Umweltziele zu rechtfertigen. Wer grundsätzlich nicht in der Lage oder bereit ist, bei seiner Geschäftstätigkeit die Gesetze einzuhalten, der muss die Produktion einstellen.

Zweifelhafte Annahmen zur Effektivität der KKF-Anlage …

„Die Umweltministerin sieht sich auf dem richtigen Weg. Aber wohin? Jedenfalls sorgt sie nicht für eine bessere Gewässerqualität.“ weiterlesen

Hundert Jahre Werraversalzung und hundert Jahre Kaliforschung – warum sich die Qualität der betroffenen Gewässer trotzdem nicht verbessert

Teil I: Die K+S AG hat sich ein Verfahren zur Aufarbeitung der Haldenlaugen entwickeln lassen – wendet es aber nicht an

Die Abwässer der Salzhalden will die K+S AG weder aufarbeiten noch unter Tage einstapeln, sie sollen weiter in den Untergrund versickern und in die Werra eingeleitet werden. Angeblich enthalten sie so wenig Wertstoffe, dass sich ihre Aufarbeitung nicht lohnt. Wir wissen seit 2011, dass das falsch ist.

von Walter Hölzel

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie definiert fünf Qualitätsstufen für die Oberflächengewässer: von 1 „sehr gut“ bis 5 „schlecht“. Bis spätestens 2027 soll in den Gewässern der EU-Mitgliedsstaaten die Qualitätsstufe 2 „gut“ erreicht werden. Die Werra ist in die schlechteste Qualitätsstufe eingeordnet. Seit den Zeiten der stärksten Salzbelastung durch DDR-Betriebe hat sich die Qualität des Flusses nicht verbessert.

Von einer „Verbesserung“ spricht man erst dann, wenn die Qualität der Gewässer in mindestens einer Komponente um mindestens eine Stufe angehoben wird (1). Die K+S AG will zwar seit 2009 ca. 800 Mio. Euro in den „Gewässerschutz“ investiert haben, aber es ist nicht zu erkennen, dass damit ein solches Minimalziel bis 2027 erreicht oder auch nur angestrebt worden ist. Der „Vierphasenplan“ der hessischen Umweltministerin schreibt das Minimalziel noch nicht einmal für das Jahr 2075 fest.

Auch die Haldenlaugen können noch Gewinn abwerfen

Der Rückbau der Halden bis zur Betriebseinstellung in ca. 40 Jahren ist wirtschaftlich zumutbar (2). Bis dahin fallen allerdings noch Haldenlaugen an, die weiterhin in die Werra eingeleitet werden sollen. Schon deren Menge würde eine Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Werra und Weser unmöglich machen. Aber auch diese Abwässer können noch mit Gewinn aufgearbeitet werden. Es ist nicht nötig, sie versickern zu lassen oder sie in die Werra zu leiten.

Auf Anregung (genauer: hartnäckiges Drängen) des niedersächsischen Landtagsabgeordneten Roland Schminke (SPD) hatte die K+S AG 2010 einen Untersuchungsauftrag an die K-UTEC AG vergeben. Am Beispiel der wertstoffärmsten Abwässer (Haldenlauge aus Neuhof-Ellers, Q-Lauge aus Hattorf) sollte ermittelt werden, ob deren Aufarbeitung und die Gewinnung der enthaltenen Wertstoffe technisch und wirtschaftlich machbar wäre. Das 2011 vorgelegte Ergebnis war möglicherweise – für K+S überraschend – (zu) gut, denn es folgte ein längerer Streit um die Veröffentlichung der Expertise (3). Erst ein Jahr später konnte die Werra-Weser-Anrainerkonferenz (und nur mit Hilfe zahlreicher Unterstützer!) erreichen, dass die K-UTEC AG ihr Gutachten den Mitgliedern des Runden Tisches vorstellen durfte (4).

Schon der Vergleich mit natürlichen Salzwässern, die weltweit zu Kalidünger aufgearbeitet werden, zeigte, dass die Aufarbeitung der „wertstoffärmsten“ Abwässer der K+S AG keine besonderen Schwierigkeiten bereiten würde:

Vergleich des Kaliumchloridgehalts von Haldenlaugen der K+S Kali GmbH im Werratal mit natürlichen Salzwässern, die international zu Kalidünger aufgearbeitet werden:

Herkunft Gehalt an KCl in g/Liter
Haldenlauge K+S24
Totes Meer14-17
Atacama, Chile35
Great Salt Lake, USA8
Sebhat El Melah, Tunesien15
Ram of Kutch, Indien17
Canamac, Peru7
Playa Kho,r Iran6

Der Vergleich zeigt, dass die K+S-Haldenlaugen international eher zu den wertstoffreicheren Wässern als Rohstoffquellen für Kalidünger zählen. Einer Aufarbeitung sollte deshalb nichts im Wege stehen und die K-UTEC AG konnte tatsächlich ein Verfahren erarbeiten (5), (6). Die Mitglieder des Runden Tisches waren beeindruckt und beauftragten den Vorsitzenden des Gremiums, die noch fehlende (oder von K+S zurückgehaltene?) wirtschaftliche Bewertung des Verfahrensvorschlags auf Kosten des Runden Tisches anfertigen zu lassen. Diesen Beschluss hat dessen Vorsitzender allerdings nicht umgesetzt.

Stattdessen hat er sich aufgefordert gesehen, selbst eine Schrift zur Stand der Technik in der Kali-Industrie zu verfassen. Als Autor firmiert die „Leitung des Runden Tisches“ (7).

Die Leitung des Runden Tisches provoziert ungewollt die Lösung für eine abstoßfreie Kaliproduktion….

„Hundert Jahre Werraversalzung und hundert Jahre Kaliforschung – warum sich die Qualität der betroffenen Gewässer trotzdem nicht verbessert“ weiterlesen