Das hat (K+S-)Methode …

„Temporäre“ Entsorgung und der endgültige Verlust der Glaubwürdigkeit

Der Kalihersteller K+S hat beantragt, Grubenteile in der Nähe der Untertage-Giftmülldeponie Her­fa-Neurode mit mehr als 400.000 Kubikmetern Produktionsabwässern fluten zu dürfen (1). Die Nutzung der Grube als Abfallentsor­gungseinrichtung für flüssige Abfälle soll nach zehn Jahren beendet und die Salzlaugen zurückge­fördert werden. Die Flutung sei nötig wegen der „jahreszeitlich beding­ten“ Entsorgungs­sengpässe.

Salzblog 35

von Walter Hölzel

Damit widerspricht sich die K+S AG selbst, nämlich ab 2024 erstmals eine langzeitsichere Entsorgung ihrer Produktionsabwässer umsetzen zu wollen. Unternehmensvertreter haben in den Verhandlungen mit der WWA, der Klagegemeinschaft der Werra-Weser-Anrainer und der „Hamelner Erklärung“ versichert, dass die Abwässer zunächst aufbereitet (eingedickt) und anschließend in aufgelassenen Bergwerke eingestapelt wer­den sollen. Damit sei die Bergsicherheit nicht gefährdet. Das Einstapeln von unaufbereiteten Abwässern hat­ten K+S und die hessischen Behörden wegen Sicherheitsbedenken bisher ohnehin abgelehnt.

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„Vertraut unseren Plänen, wir bauen auf Sand“

Die paradoxe Kommunikation der K+S AG

In Spanien ist es dem dortigen Kalihersteller Iberpotash auf der Basis europäischer Richtlinien un­tersagt, seine Salzrückstände oberirdisch auf Halden abzulagern, weil sie „eine Gefahr für die Um­welt und die menschliche Gesundheit“ darstellen. Die bereits bestehenden Halden muss das Unter­nehmen zurück­bauen.

In Deutschland möchte die K+S AG diesen Aufwand wohl gerne ver­mei­den. Sie versichert uns, die Halden im Werra-Fulda-Revier sei­en keine Gefahr für die Umwelt, weil man beabsichtige, sie abzu­de­cken. Dies soll allerdings erst 2075 realisiert werden („Sechzig­jahresplan“ der Hessischen Umwelt­ministerin Priska Hinz) und er­fordert viel Vertrau­en, weil sich die Wirksamkeit der Pläne einer Über­prüfung entzieht.

Viel Vertrauen war schon damals nötig …

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Ein Feldzug gegen die Umwelt

Aus einer aktuellen Studie des Bundesamts für Naturschutz geht her­vor, dass der Bund und die Län­der umweltschädliche Maßnah­men jedes Jahr mit 22 Milliarden Euro subventionieren. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die EU-Kommission bereitet die „Fest­legung innovati­ons­freundlicher Rechts­vorschriften“ vor, die das Ausbringen von po­tentiell umweltschädlichen Chemikalien erleich­tern und den Schutz der Umwelt und der Menschen schwächen sol­len. Bewirkt wurde dies durch ein Heer von Lobbyisten, die in den Parlamenten tätig sind.

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