Die Werra soll auf der Strecke bleiben – und die Weser auch

Der Vorstandsvorsitzende der K+S AG ist sich sicher: sein Unter­nehmen darf künftig bis zu 3 Mio. Kubikmeter seiner Abwässer pro Jahr in aufgelassene Bergwerke verklappen. Das könnte den jähr­lich drohenden Entsorgungskollaps des Unternehmens vermeiden. Nehmen wir seine Zahlenanga­ben ernst und überprüfen wir, welche Auswirkungen das neue Konzept auf die Werra haben könnte.

von Walter Hölzel

Im Herbst 2018 wollten die in der Flussgebietsgemeinschaft Weser zusammengeschlossenen Bundesländer überprüfen, ob der aktuelle Bewirtschaftungsplan für Werra und Weser die erhofften Wirkungen zeigt und ob so der Konflikt mit der EU-Kommission zu umgehen sein könnte. Wir hatten es vorausgesagt: die K+S AG konnte keine plausibles und überprüfbares Konzept vorlegen. Die Umsetzung des Bewirtschaftungspro­gramm schien zweifelhaft, jährlich drohende Entsorgungsnotstände schienen unvermeidlich.

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