„Ein Freund, ein guter Freund, …“ – Hilfe vom Bundesfinanzminister

Keine Kaliförderung in Roßleben?

Damit hat alles angefangen: 2008 hat der Salz- und Bergwerksspe­zialist K-UTEC aus Sondershausen ein Konzept für die Wiedereröff­nung des Reservebergwerks Roßleben vorgelegt. Das Besondere: Salzhalden und die Versalzung des Grundwassers und der Flüsse mit Produktionsabfällen sind nicht Teil des Konzepts, denn das Bergwerk sollte abstoßfrei arbeiten. Die Stadt Roßleben konnte sich auf einen Innovationsschub und auf 700 neue Arbeits­plätze im Bergbau freuen.

Salzblog 31

von Walter Hölzel

Die Verwirklichung dieser Pläne wären ein herber Schlag für die K+S Kali GmbH gewesen, die immer be­hauptet hatte, dass Kalibergbau ohne die bekannten katastrophalen Umweltschäden nicht möglich sei. Auch die Anrainer von Werra und Weser konnten jetzt hoffen, und schon 2014 ist der WWA der Nachweis gelun­gen, dass auch mit den Rohsalzen des Werrareviers eine abstoßfreie Produktion möglich ist.

Leider hatte man in Roßleben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das Reservebergwerk wird nämlich vom Bundesfinanzministerium verwaltet, genauer gesagt von dessen Tochter, der Gesellschaft zur Verwah­rung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH GVV (jetzt: Lausitzer und Mitteldeut­sche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft LMBV). Sie entscheidet, ob auch in Mitteldeutschland wieder Kali­bergbau betrieben wird und wer das tun darf.

Eine ganz besondere „Ostförderung“…

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