K+S hat (Salz-)Berge von Problemen

Die Anrainerländer machen keinen Druck auf die K+S AG und lassen das Unternehmen mit seinen Problemen allein

Die Umweltminister der Flussanrainerländer von Bayern bis Bre­men haben der K+S AG 2016 mit dem Bewirtschaftungsplan Wer­ra-Weser 2015-2021 erlaubt, die Flüsse auf unbestimmte Zeit mit ihren Salzabfällen zu belas­ten. Die Umweltziele der Wasserrah­menrichtlinie wurden ohne Zustimmung der EU-Kommission aufgeg­eben, Maßstab ist jetzt ein fiktiver Chloridwert am weit entfern­ten „Pegel Boffzen“. Einzige Vorga­be: im Herbst 2018 soll das Un­ternehmen berichten, ob es dann auf die ge­plante Verklappung von Abwässern in die Oberweser verzichten kann. Das Unternehmen konnte mit seinen vagen Vorstellun­gen nicht überzeugen und so haben die Minister ihre Entscheidung er­neut und diesmal um ein halbes Jahr ver­schoben.

von Walter Hölzel

Eines wurde aber deutlich: K+S wird immer noch nicht darauf verpflichtet, seine Abwässer nach dem Stand der Technik aufzuarbeiten und die massive Ausweitung der Salzaufhaldung wird akzeptiert. Damit lassen die Minister das Unternehmen mit seinen Problemen alleine. Wir haben schon lange den Eindruck, dass sich K+S nicht aus eigener Einsicht und eigener Kraft sowie ohne Druck aus der selbstverschulde­ten Entsor­gungsmisere befreien kann.

Zur Erinnerung: Die EU-Kommission wendet sich zum Schutz des Wassers gegen die Aufhal­dung von Salzrückständen

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