Mehr Leitungswasser trinken oder mehr Trinkwasser vernichten?

Das EU-Parlament macht halbe Sachen.

von Walter Hölzel

Das EU-Parlament will erreichen, dass die Bürger mehr Leitungswasser trinken, um so die Menge an Plastikmüll zu verringern. Gleichzeitig hat das Parlament die Grenzwerte für Schadstoffe im Trinkwasser verschärft, z.B. wurde der zulässige Höchstwert für Blei halbiert. Das ist eine gute Idee, aber gleichzeitig müsste doch wohl verhindert werden, dass immer mehr Trinkwasservorräte durch Abwassereinträge vernichtet werden? Als Werkzeuge hierfür bieten sich EU-Richtlinien und einschlägige Urteile des Europäischen Gerichtshofs an, aber deutsche Behörden und die EU-Kommission versagen bei der Rechtsdurchsetzung.

Die Hauptverusacher der Trinkwasserbelastung sind Industrie und Landwirtschaft. Im Werra-Fulda-Revier ist hierfür der Kalidüngerhersteller K+S eine ganz großer Mitspieler. Etwa 80% der geförderten Rohsalze werden nicht verwendet, sondern auf verschiedenen Wegen an die Umwelt abgestoßen. Sie landen schließlich – direkt oder indirekt – im Grundwasser und in Oberflächengewässern.

Die Kali-Industrie als Trinkwasservernichter

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Kritik an der „Dinosaurier-Gewerkschaft“

Mitglieder von VERDI und IG Metall wenden sich gegen die rigorose Interessenspolitik der Industriegewerkschaft Berg­bau, Chemie und Energie.

von Walter Hölzel

Egal, ob es um die Versalzung des Grundwassers und der Flüsse durch die Kali-Industrie geht oder um den ungehemmten CO2-Ausstoß und Landschaftsverbrauch durch die Braunkohleverstromer – die IG BCE verteidigt die Umweltzerstörungen zum „Schutz der Arbeitsplätze“ und gegen die Interessen der Allgemeinheit.

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