Auf dem Holzweg

Der K+S AG scheint es nicht gelingen zu wollen, sich aus der selbstverschuldeten Entsorgungskrise zu befreien – die Werra-Weser-Anrainerkonferenz bietet erneut Hilfe an

Salzblog 20

Es ist doch wie verhext: Die Anrainerkonferenz zeigt der K+S AG, wie man mit moderner Aufberei­tungstechnik Probleme vermeiden kann, aber das Unternehmen baut sich eine KKF-Anlage. Weil die­se noch nicht einmal ein Abfallentsorgungskonzept hat, kann sie auch keines der Probleme lösen, unter denen der Konzern leidet. Jetzt soll ein anderer Ausweg gefunden sein. Mit der Abdeckung der Salzhalden möchte K+S die steigende Menge an Haldenlaugen ein­dämmen. Da hat sich das Unter­nehmen viel zugemutet, denn bisher sind alle Versuche ge­scheitert, derart steile Haldenflanken stand­fest abzudecken. Auch bei K+S.

Die Anrainerkonferenz möchte noch einmal hilfreich sein. Wir wer­den uns in einer öffentlichen Infor­mationsveranstaltung mit dem Problem des versatzlosen Bergbaus und mit praktizierten Alterna­tiven beschäftigen. Es wird also um die Salz-Rückstandshalden ge­hen – in Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und in Spanien. Viel­leicht gelingt es diesmal, K+S vor neuen Fehlern zu bewahren.

von Walter Hölzel

Sie erinnern sich? 2015/2016 musste K+S mehrfach die Produktion drosseln. Ein unzureichendes Entsor­gungskonzept hatte dazu geführt, dass steigende Rückläufe bereits einmal „entsorgter“ Abwässer aus dem Untergrund und von den Halden die Werra belastet haben. Auch die Hal­denlaugen aus dem Fuldarevier, die seit 2007 vorrangig in die Werra eingeleitet werden (1), haben den Spiel­raum weiter ein­geschränkt. Die Werra konnte angeblich keine Abwässer aus der Produktion mehr aufneh­men.

Die Erweiterung der Rückstandshalden würde wieder in einen Ent­sorgungsengpass führen…

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An die eigene Nase fassen!

Das bündnisgrüne Interesse am Zustand der Gewässer ist heuchlerisch

Salzblog 19

Alle Jahre wieder fragt die Fraktion der Grünen die Bundesregie­rung nach dem Zustand der Gewäs­ser. Die Antwort ist voraussag­bar: Es sieht nicht gut aus. Der Bundesregierung will es nicht ge­lingen, die Vorgaben europäischer Richtlinien zum Gewässerschutz zu erreichen. Auf Länderebene aber sind die Grünen für den von ihnen beklagten Zustand der Gewässer selbst verantwortlich.

von Walter Hölzel

Bei der Bundesregierung sind die Grünen durchaus an der richtigen Adresse, ist die doch für die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) gegenüber Brüssel zuständig. Gewässerpolitik wird aber in den Bundeslän­dern gemacht, und hier sind es eben auch bündnisgrüne Umweltminister, die eine Verbesserung der Gewäs­sergüte verhindern. Berlin kann nur an die EU-Kommission berichten, was die Bundesländer vor­legen. Das Interesse der Grünen an der Gewässerpolitik ist heuchlerisch.

Schon im Juni 2017 haben die Abgeordneten weitreichende Erkenntnisse aus einer Antwort der Bundesre­gierung gewonnen:

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