Das Prinzip MehrDesSelben

Über den falschen Umgang mit Eisbergen

Salzblog 15

Wenn sich wesentliche Rahmenbedingungen ändern oder wenn die eigenen Anstrengungen immer wieder scheitern – vielleicht weil man die Rahmenbedingungen nicht verstanden hat – dann ist An­passungsleistung erforderlich. Zu den beliebtesten Anpassungen zählt das Prinzip MehrDesSelben. Es ist nahezu unausrottbar.

von Walter Hölzel

Man kennt das doch. Der Ketchup will nicht aus der Flasche fließen? Kräftiger schütteln! Hilft nicht? Mehr­Des­Sel­ben! Das kann erfolgreich sein, man kann aber auch völlig neue und unerwartete Erfahrungen ma­chen. Obwohl der Mensch grundsätzlich einsichts- und erkenntnisfähig ist, so scheint ihm doch die eine Ein­sicht weit­gehend verschlossen zu sein: Das Prinzip Mehr DesSelben ist nicht universell erfolgversprechend. Man sollte eher frühzeitig als um ein Weniges zu spät eine andere Anpassungsstrategie wählen. Denn das Prinzip MehrDesSelben ist tückisch. Mit kleinen Anfangserfolgen macht es glauben, dass mit größeren An­strengun­gen auch größere Erfolge zu erreichen wären. Der Mensch, der so gern erfolgreich ist und der dazu so un­gern sein Gehirn anstrengt, macht immer wieder Die Eine Universelle Erfahrung, für die der Volksmund den Aus­druck gefunden hat: Nach fest kommt kaputt.

„Das Prinzip MehrDesSelben“ weiterlesen

Ist das schon alles? – Das K+S-Entsorgungsnarrativ und die Helfershelfer

Eine Festschrift zur Inbetriebnahme der Kainitkristallisa­tions- und Flotationsanlage der K+S Kali GmbH

Salzblog 14

Seit mehr als hundert Jahren nutzt die Kali-Industrie im Werra-Fuldarevier die Versalzung der Flüsse und des Untergrunds als konkurrenzlos billige Entsorgungsmöglichkeit für ihre Rückstände. 2007 haben K+S und die hessische Genehmigungsbehörde festgelegt, dass diese Entsorgungsstrategie bis zur Schließung der Betriebe und weit darüber hinaus fortgesetzt wird und welche Rechtfertigungsmuster hierfür verwendet werden sollen. 2015 begann das Entsorgungskonzept der K+S Kali GmbH zu kollabieren, die Werra konnte die Produktionsrückstände nicht mehr aufnehmen und der Betrieb musste mehrfach gedrosselt werden.

Inzwischen wird die „KKF-Anlage“ als Problemlöser angepriesen. Wegen ihrer technischen Auslegung kann sie nur einen (viel zu kleinen) Beitrag leisten. Das K+S-Entsorgungsdesaster bleibt bestehen.

von Walter Hölzel

Das „Pilotprojekt Werra-Salzabwasser“ 2005-2007…

„Ist das schon alles? – Das K+S-Entsorgungsnarrativ und die Helfershelfer“ weiterlesen